… und wir mittendrin! Es ist jetzt doch schon ein paar Tage her, seit wir unseren Blog mit neuem Input gefüttert haben. Es ist aber auch nicht wirklich viel passiert, was euch in Sachen „Urlaub in Umbrien“ interessieren könnte. Bis jetzt! Wir haben unseren Garten nämlich seit jüngsten für Slow Traveler geöffnet, die für eine Nacht einen sichern und schönen Zeltplatz benötigen.

Und schön ist es wirklich auf unserem Hügel über dem Lago di Trasimeno. Wenn auch manchmal etwas einsam. Also haben wir uns nach einer Möglichkeit umgesehen, um ein wenig Schwung in die Bude zu bringen. Und da kam uns die Idee, unseren Garten für Camper zur Verfügung zu stellen. So viel sei schon jetzt verraten: Wenn man sich mit diesem Plan im Kopf ins Internet stürzt, dann ist das – zumindest für uns – erstmal überwältigend. Zig Apps eröffnen die Möglichkeit, den eigenen Garten flächendeckend mit Wohnmobilen, Campern, Mini-Vans und Zelten zur besiedeln. Langfristig, kurzfristig, mal für Kohle, mal umsonst.
Nun ist das so ein Ding, wenn man als Privatperson in Italien Stellplätze vermietet. Damit begibt man sich nämlich aus rechtlicher Sicht in eine sehr schattige Grauzone. Man müsste ein eigenes Gewerbe anmelden, die Gäste ganz offiziell registrieren, und so weiter, und so fort. Zudem war für uns von vornehinein klar, dass wir für Wohnmobile eh kein Platz haben und schon gar nicht den zwei Campingplätzen in Sant’Arcangelo sul Trasimeno die Gäste abgreifen möchten. Obendrein steht für uns diesbezüglich auch nicht das Geldverdienen im Vordergrund, sondern die soziale Komponente. Und wie heißt es so schön? „Wer suchet, der findet!“
Welcome to My Garden
„Welcome to My Garden“ ist eine App, die spezifisch auf Slow Traveler ausgerichtet ist. Also all jene Menschen, die entweder mit dem Fahrrad oder zu Fuß die Welt bereisen. Das war uns schon mal direkt sympathisch, auch wenn wir bei der Vorstellung, selbst längere Strecken auf dem Drahtesel oder gar auf Schusters Rappen zurückzulegen, eher abwinken. Ganz anders als Manon und Dries, die 2019 von Brüssel nach Japan geradelt sind. Ja. Richtig gelesen: Nach Japan. Von Belgien aus. Elf Monate lang und durch 21 Länder.
Nach dem Trip haben sich die beiden gefragt, wie man Slow Travel in Belgien einfacherer und noch schöner machen kann. Und so wurde 2020 die App ins Leben gerufen. Heute (2026) findet man als Slow Traveler auf WTMG mehr als 9000 tolle Spots, an denen man sein Zelt aufschlagen kann. Und das mittlerweile fast auf der ganzen Welt!

Slow Travel & Garden Sharing in Umbrien
Mit dem Rad oder gar zu Fuß ein Land zu entdecken, das ist in vielerlei Hinsicht etwas Tolles. Man erlebt die Landschaft deutlich intensivier, kommt viel näher in Kontakt mit den Menschen, die hier leben und reist absolut umweltfreundlich. Klar ist das nicht für jeden, aber es gibt – wie wir derzeit feststellen – echt viele Menschen, die auf diese Art die Welt erkunden. Tendenz steigend! Das hat mittlerweile auch der Tourismussektor sowie die Politik des Landes erkannt. Allen voran Umbrien, das sich als zentral gelegenes und grüne Herz Italiens ganz gezielt als ideale Destination für Slow Travel vermarktet. Auch im restlichen Land greift das Reisekonzept, Privatgärten für Camper zu öffnen.

Komm vorbei, wenn du durch Umbrien radelst!
Oder sei unser erster Gast, der tatsächlich durch Italien wandert! Das erste kühle Bierchen geht dann auf jeden Fall aufs Haus. Wir freuen uns natürlich über jeden Slow Traveler, der bei uns am Lago di Trasimeno in Umbrien das Zelt aufschlägt.

Noch sind wir nur ein paar Gastgeber in Italien, die auf Welcome to My Garden zu finden sind, aber da kommen bestimmt schon in naher Zukunft mehr dazu.
A dopo!
